Fit und gesund mit süßer Medizin aus der „Bienen-Apotheke“

von Heinz Menzel

Vortrag von Apothekerin und Heilpraktikerin Corinna Stoiber beim Imker-Kreisverband Passau

Hauzenberg (hm): Zur diesjährigen Herbstversammlung der Imker aus dem Stadt- und Landkreis Passau konnte deren Kreisvorsitzender Peter Lemke im vollbesetzten Gottingersaal in Hauzenberg auch zahlreiche Nicht-Imker begrüßen, die speziell am Vortrag über die gesundheitsdienlichen Wirkungen des Honigs interessiert waren. Für die verhinderte Bürgermeisterin überbrachte Stadtrat Bernd Thiele Grüße der Stadt Hauzenberg und dankte den Imkern und Imkerinnen, allen voran dem Vorsitzenden des örtlichen Imkervereins Josef. Straßl, für das unverzichtbare Engagement zum Schutz und Überleben der Bienen.

Schwerpunkt der diesjährigen Imker-Herbstversammlung war allerdings ein Vortrag der aus Kötzting angereisten Apothekerin und Heilpraktikerin Corinna Stoiber. Ihr Thema: „Fit und gesund mit süßer Medizin“, womit natürlich der uns allen bekannte Honig gemeint war.

Zur Einstimmung auf ihren Vortrag befasste ich Corinna Stoiber grundsätzlich mit den Bienen, die für ein Pfund Honig dreimal um Erde fliegen und 40 Millionen Blüten aufsuchen müssen. Nur diesem schier unendlichen Bienenfleiß haben wir Menschen – so die Referentin – die süße Medizin zu verdanken, die uns fit und gesund hält.

Inzwischen wurde erforscht, dass im Honig 180 verschiedene Substanzen enthalten sind, die unsere Bienen von den Pflanzen sammeln und teilweise auch selber erzeugen. So wurden im Honig lebensnotwendige Enzyme, Vitamine, Eiweiße, Mineralstoffe und viele wichtige Spurenelemente nachgewiesen. In 10 Gramm Honig sind bis zu 100 000 Pollenkörner enthalten. Allergikern empfahl die Referentin zu Desensibilisierung, im Herbst geringe Mengen von Honig mit diesen Substanzen langsam steigernd zu sich zu nehmen, damit sich der Körper langsam daran gewöhnen kann. In Maßen sei Honig auch für Diabetiker verträglich, wobei zu beachten ist, dass 15 Gramm Honig etwa einer Broteinheit entsprechen. Honig erhöht das Sättigungsgefühl, während beispielsweise Schokolade im Körper eine überschüssige Insulinausschüttung auslöst, die wiederum Heißhunger verursacht und damit meistens die unerwünschte Gewichtszunahme verursacht.

Corinna Stoiber nannte auch zahlreiche Beschwerden und Krankheiten, die mit Honig gelindert und unterstützend behandelt werden können. Dazu zählen beispielsweise Schlafstörungen, Wechseljahrbeschwerden, rheumatische Schmerzen, überhöhte Blutfettwerte, Kreislaufprobleme, Verspannungen und Kopfschmerzen und wie inzwischen allgemein bekannt, die bessere Heilung von offenen Wunden.

Zum Schluss ihres mit viel Beifall bedachten Vortrags erinnerte die Referentin auch daran, dass die Bienen ganz wesentlich zur Bestäubung unserer Pflanzen beitragen und damit die Voraussetzung für gute Ernten auf den Feldern und in den Gärten sorgen. Deshalb – so der eindringliche und abschließende Appell der Referentin an ihre Zuhörer – haben es die Bienen auch wohl verdient, dass ihnen mit einer möglichst bunten Pflanzen- und Blütenvielfalt im Frühjahr und Sommer gedankt wird.